Gelungenes Fest der Kulturerben 2026
Am 7. Juni 2026 erlebten die Potsdamer und ihre Gäste ein begeisterndes Fest der Kulturerben, erstmals in der Brandenburger Straße am Brandenburger Tor. Der neue Ort tat der Veranstaltung gut, man ist enger zusammengerückt. An 20 Ständen informierten Kulturerben über ihr Denkmalprojekt in Potsdam. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel eröffnete das Fest und hatte sichtlich Freude daran, alle Kulturerbenvereine persönlich zu begrüßen. Die Vereinsmitglieder an ihren Ständen haben die Gespräche mit der Oberbürgermeisterin als warmherzig und wertschätzend empfunden.
Auf der Bühne zu erleben waren: die Popband „Set Ablaze“ der Städtischen Musikschule Potsdam, das Jazzkollektiv Babelsberg, der Kinder- und Jugendchor der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Potsdam – Sanssouci, der Kinderchor Bambini vom ChorWerk Potsdam e.V. und zum Abschluss die preisgekrönte Jazzcombo „JazzyKa“ der Städtischen Musikschule Potsdam. In Gesprächsrunden wurden die Pückler Gesellschaft e.V. Berlin und der Freundeskreis Schloss Lindstedt e.V. als Neuzugänge der Kulturerben und das Institute Heritage Studies vorgestellt. Der Kulturstadt Potsdam e.V. berichtete über 20 Jahre Potsdam Wiki. Die Seite verlinkt neuerdings auf „Denkmal Potsdam“. Das ist eine interaktive Denkmalkarte, die ehrenamtlich von Sören Horn entwickelt wurde. Sie verknüpft den Stadtplan mit der offiziellen Denkmaldatenbank. Restauratoren im Handwerk führten ihre Techniken vor, Besucher konnten sich ausprobieren.
Einzigartiges Engagement der Bürger
Denkmalpflegerin Sabine Ambrosius, Initiatoren des Netzwerks der Kulturerben, führte durch das Programm. Dem Netzwerk der Kulturerben gehören über 40 Vereine an, die ein Baudenkmal, Technisches Denkmal oder Gartendenkmal in Potsdam vor dem Verfall bewahrt haben, es dauerhaft pflegen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Rund 2400 Mitglieder sind in diesen Vereinen aktiv. So viel bürgerschaftliches Engagement für das Thema Denkmal in einer Stadt ist einzigartig.
Seit 2018 arbeiten die Vereine in einem Netzwerk, dem weitere über 30 Organisationen und Vereine, die der Idee nahestehen, zusammen. Es ist das Ziel dieser Zusammenarbeit, die Aktivitäten – auch der kleineren Vereine – sichtbar zu machen. Das Fest der Kulturerben ist ein Weg, um Nachwuchs für die Vereine zu gewinnen. Viele Vereine wurden um das Jahr 1990 herum gegründet, und es steht ein Generationswechsel an.
Kulturerben haben Unterstützung verdient
Seit Anfang an werden das Kulturerbenfest und der Tag des Offenen Denkmals in Potsdam durch die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt seit Anfang an finanziell unterstützt. 2026 war die Finanzierung durch die Untere Denkmalschutzbehörde gefährdet. Das Orga-Team setzte sich mit Unterstützung der Vereine auf politischem Wege dafür ein, dass die Stadt die Finanzierung sicherstellt. Die CDU-Fraktion beantragte die Finanzierung, die Stadtverordneten nahmen den Antrag an. Das Fest konnte stattfinden.
Als Orga-Team der Kulturerben sagen wir: Denkmalpflege ist eine kommunale Pflichtaufgabe, dazu gehört auch Öffentlichkeitsarbeit. Die Kulturerbenvereine leisten seit vielen Jahren Großes für die Landeshauptstadt Potsdam. Sie investieren unendlich Zeit für den Erhalt „ihrer“ Denkmale, und oft auch privates Geld. Sie repräsentieren das kulturelle Erbe Potsdams nach außen und tragen zu einem positiven Lebensgefühl der Bewohner bei. Das Fest der Kulturerben ist die Bühne des Ehrenamts. Die Kulturerbenvereine haben es verdient, dass die Stadt das Netzwerk auch in Zukunft unterstützt. In welcher Form auch immer.




































Eventmanagerin Franziska Fürstenau vom Förderverein Alte Neuendorfer Kirche und Neuendorfer Anger e.V. mit Robert Leichsenring vom Verein Historische Straßenbahn Potsdam e.V. Die Inschrift „Schritt fahren“ stammt aus der Zeit, als die Pferdebahn noch durchs Brandenburger Tor fuhr.




















